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Quatschmobil, 2014
Kunst im öffentlichen Raum
Wenn Ihnen in Luzern ein in grüngelbe Farbe getauchtes Fahrzeug mit dem Slogan "Sprich mit mir. Ich fahre Dich!" auffällt, dann ist dies kein Quatsch, sondern ernst gemeint. Hinter diesem kuriosen Fahrdienstsystem stecken die Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin vom St. Galler Atelier für Sonderaufgaben. Ihr neustes Werk – ein weiterer Überfall auf die Wirklichkeit. Die Kunstaktion und der Prototyp wird im Rahmen des KTI-Forschungsprojekts "Stadt auf Achse" der Hochschule Luzern und der Zürcher Hochschule der Künste lanciert.

Das "Quatschmobil" ist eine Vision für Schweizer Städte, bei dem Autos ausschliesslich mit "sprechen" in Fahrt kommen. Das gesprochene Wort wird zum Treibstoff. Jeder Fahrgast fährt kostenlos, sobald er zu einer spezifischen Frage quatscht. Chauffiert wird er von der Bevölkerung. Dies mit sozialem Nebeneffekt: Pro gefahrene 10 Kilometer werden zufällige Aktionen unmittelbar im Alltag der Stadtbewohner ausgelöst. In Luzern an der Baselstrasse. Zum Beispiel ein kostenloser Haarschnitt, eine Schuhreparatur oder eine spendierte Pizza.

Weitere Informationen zur Vision finden Sie unter www.quatschmobil.ch


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Trinkbrunnen, 2013
Kunst und Bau
Mit dem "Trinkbrunnen" in Zürich Leutschenbach der Baugenossenschaft mehr als wohnen wird die Vision, eine Social-Urban-Zone ins Leben zu rufen, zum ersten Mal veröffentlicht. Die Social-Urban-Zone ist der Versuch, den öffentlichen Raum mit gezielten, architektonischen Kleinsteingriffen aufzuwerten. Es soll ein Ort sozialer Interaktion entstehen, der den Ausgangspunkt für unvorhersehbare Begegnungen und Geschichten schafft. Was passiert an einem Ort, wo kostenlos Getränke fliessen? Wer findet sich ein und welche Dynamiken entwickeln sich? Diese Fragen werden sich in den kommenden Wochen und Monaten selber beantworten.

Der ungewohnte Eingriff "Trinkbrunnen" von Frank und Patrik Riklin ist das zentrale Element eines künstlerischen Gesamtsystems, bei dem die vorgegebene Maxime mehr als kunst gespiegelt und auf den Prüfstein gestellt werden soll. Denn längerfristig wird der "Brunnen" nur dann fliessen, wenn sich die Menschen auf das Gesamtkonzept einlassen. Im Frühjahr 2014 werden zwei weitere architektonische Kleinsteingriffe umgesetzt. Alle drei Eingriffe sind konzeptuell miteinander verknüpft und Gegenstand einer gesamten Versuchsanordnung. Zudem soll die Social-Urban-Zone einen Kurator des Alltags bekommen. Ein neuer Beruf mit der Bezeichnung Kunstwirt.

Die Idee für den "Trinkbrunnen" entwickelten Frank und Patrik Riklin vom Atelier für Sonderaufgaben bereits im Jahr 2010. Ursprünglich hätte dieser unter dem Arbeitstitel "Getränkeautomat" in Winterthur Grüze in Zusammenarbeit mit Futurafrosch und Andreas Geser Landschaftsarchitekten realisiert werden sollen. Im Rahmen eines anonymen Projektwettbwerbs wurde die Arbeit im selektiven Verfahren zur Überarbeitung empfohlen (Jurybericht/1. Rang ex aequo) , erhielt am Ende jedoch nicht den Zuschlag. Jetzt, 3 Jahre später, wird die Idee erstmals in Zürich Leutschenbach auf dem Hunziker Areal verwirklicht.

Mehr Informationen zum Entstehungsprozess unter www.socialurbanzone.ch


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Fliegen retten in Deppendorf, 2012
Aktion / Dokfilm
Wer fliegt mit einer Fliege in den Wellness-Urlaub? Mit dieser Frage lanciert die Aktion "Fliegen retten in Deppendorf" eine kuriose Weltpremiere. Eine der geretteten Fliege reist mit einem Fliegenretter-Paar für drei Tage in ein 5-Sterne-Hotel – mit Hubschrauber, Flugzeug und Taxi. Was passiert, wenn ein Unternehmer für Insektenbekämpfung in das weltweit erste Flugticket für eine Fliege investiert? Wie reagiert die Stewardess, wenn ein vermeintlich leerer Sitzplatz der Lufthansa offiziell mit einer Fliege als Passagierin besetzt ist?

Die Aktion "Fliegen retten in Deppendorf" ist eine Zusammenarbeit des Bielefelder Unternehmens Reckhaus GmbH & Co. KG f ür Insektenbekämpfungsmittel mit dem Initiativkreis der Gemeinde Deppendorf und dem Atelier f ür Sonderaufgaben. Unternehmer Dr. H.-D. Reckhaus beauftragte die Schweizer Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin, eine Idee für den Markteintritt einer Fliegenfalle zu entwickeln. Die Gebrüder Riklin wählten – nicht zuletzt aus ethischen Gründen – die Strategie der Gegenbewegung: Die Welt der Fliegen soll für einmal zu ihren Gunsten umgekehrt werden. Ganz nach dem Motto: Retten statt töten. Es geht um ein neues Verständnis und Bewusstsein für Insekten, das zwiespältige Verhältnis zwischen Mensch und Insekt und den daraus entstehenden Diskurs darüber, wie viel Wert eine Fliege in unserer Gesellschaft hat.

Aus einer vermeintlich abstrusen Idee wird Ernst. "Fliegen retten in Deppendorf" ist ein Paradebeispiel im Bereich der Kreativwirtschaft. Was passiert, wenn Kunst auf Wirtschaft trifft und tief in eine Unternehmensentwicklung eingreift? Allein mit der Kraft der Kunst wird das System einer bestehenden Unternehmensstruktur aus der Insektenbekämpfungsindustrie aufgebrochen und erweitert. Die Aktion provoziert eine neue Unternehmensphilosophie zwischen dem Retten, dem Töten und dem Geschäft. Die vermutete Absurdität des Fliegenrettens eröffnet eine neue Dimension in der Welt der Insektenbekämpfung, indem die kreative Anstiftung der Kunst das Denken und Handeln eines Unternehmers entscheidend beeinflusst. Dieser Transformationsprozess zeigt, dass die Kunst fähig ist, einen Unternehmer vom "Insektenbekämpfer" in einen "Insektenretter" zu verwandeln. Scheinbar unüberwindbare Widersprüche und Polarisierungen treiben das Unternehmen zu einer Innovation, worin sich Respekt für Kleinsttiere und Business verbinden lassen.

Die durch die Kunst veränderte Unternehmensphilosophie bringt den Unternehmer zum Unternehmenswandel: Das neugeschaffene Label INSECT RESPECT mündet in das weltweit erste Gütesiegel für ein ganz neues Verständnis im Umgang mit Insekten. Es ist bekämpfungsneutral und garantiert, dass für die mit einem Produkt getöteten Insekten eine biologisch optimale Ausgleichsfläche geschaffen wird.
www.insect-respect.org
www.fliegenretten.de

Fliegenrettung

1. Fliegen retten in Deppendorf – Unternehmenswandel
2. Fliegen retten in Deppendorf – die Aktion

Unternehmenswandel     Die Aktion

INSECT RESPECT – Die erstaunliche Verwandlung des Dr. Reckhaus (Official Trailer)

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This work is nothing more than art, 2012
Aktion / Malerei
Noch bevor das jurierte "Heimspiel", die nur alle drei Jahre stattfindende Werkschau des Ostschweizer Kunstschaffens losgeht, plakatieren die Brüder Riklin in St.Gallen im Weltformat ihr eigenes "Heimspiel" – Neue Werke zur postmysteriösen Reflexion. Eine Protestaktion?

"This work is nothing more than art" steht in Riesenlettern auf dem Plakat. Frank und Patrik Riklin mögen es englisch, und sie mögen Plakate – beides praktizierten sie bereits vor Jahresfrist mit der Aktion "The changing role of artist in society", einer Vortragsreihe von St.Gallen bis Los Angeles. Das "Heimspiel", das auf dem Plakat jetzt angekündigt wird, sei die logische Fortsetzung jener Aktion, sagt Frank Riklin.

Logisch deshalb, weil die Riklins definitiv beschlossen hätten, sich vom Kunstbetrieb zu distanzieren, nicht auf Galerien oder Museen zu setzen, sondern sich selbst zu vermitteln. Drum keine Eingaben fürs jurierte "Heimspiel", drum die Ausstellung im eigenen Heim, im Atelier für Sonderaufgaben an der Davidstrasse. Gezeigt werden Dokumente (Malerei, Fotos, Installationen etc) aus der rund einjährigen Auseinandersetzung rund um die "geänderte Rolle des Künstlers" und dem, was die Riklins die "postmysteriöse Kunst" nennen.

Als Künstler seien sie zugleich ihre eigenen Unternehmer, sagen die Brüder heute. Mit Aufträgen aus Industrie und öffentlicher Hand finanziere sich ihr Unternehmen. Auf dem nächsten Plakat wird denn auch in grossen Lettern stehen: "This work keeps the art market alive." Willkommen im (Heim-)Spiel der Ökonomisierung. (Quelle: Peter Surber, Saiten-Blog, 7. Dezember 2012)

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BIGNIK, 2012
Aktion
Das Projekt BIGNIK ist eine Kooperation mit der Geschäftsstelle Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee und beinhaltet die Vision, gemeinsam mit der Bevölkerung ein überdimensioniertes Picknick-Tuch zu kreieren. Ausgehend von "déjeuner sur l’herbe" von Edouard Manet (The Picnic) aus dem Jahre 1863, wird das private Picknick-Tuch der Familie in ein öffentliches BIGNIK-Tuch der ganzen Region übersetzt. Beim BIGNIK geht es nicht um einen Event im herkömmlichen Sinne, sondern um einen gemeinschaftlichen Entstehungsprozess. Die dafür notwendigen Ressourcen wie Stoffe, Tücher, Vorhänge und Bettlaken kommen aus den Kellern und Estrichen der Bevölkerung. Diese werden gesammelt, zu Modulen vernäht und schliesslich zu einem immensen BIGNIK-Tuch zusammengesetzt. "Wenn jeder der 252‘140 Einwohner in der Region nur ein Tuch beisteuert, wird die Vision Realität," meinen Frank und Patrik Riklin. Insgesamt sind das 252'140 Tücher, die innerhalb von diversen öffentlichen Nähwerkstätten zu 63’035 Tuchmodulen vernäht werden. Dies ergibt in der Umrechnung eine Dimension von rund 100 Fussballfeldern (459’525 m2). Das BIGNIK ist ein kulturelles Kapital für eine ganze Region. Alle Probleme, die durch die BIGNIK-Vision entstehen, sind die Reizpunkte der Konzeptanlage und fördern unübliches Handeln.

Sehen Sie die BIGNIK Werbespots und Making of
www.bignik.ch

Bignik

1. BIGNIK – Der Film (Teil 7)
2. BIGNIK – Der Film (Teil 16)
3. BIGNIK – Der Film (Teil 23)
4. BIGNIK – Der Film (Teil 25)

Bignik_Teil7     Bignik_Teil16

Bignik_Teil23     Bignik_Teil25


 

The changing role of artists in society, 2012
Reflexions-Tournee
Unter dem Titel "Postmysteriöse Reflexionen zur Kunst ausserhalb des ordentlichen Kunstbetriebs" touren Frank und Patrik Riklin vom Atelier für Sonderaufgaben in den kommenden Monaten durch verschiedene Städte im In- und Ausland. Im Rahmen von kleinen Veranstaltungen gehen sie der Frage nach, inwieweit sich das Potential der Kunst erweitert, wenn sie den repräsentativen Rahmen verlässt und direkt in politisch soziale Realitäten eingreift bzw. den Kontakt zu Lebensbereichen sucht, die "nichts" mit Kunst zu tun haben. Wo liegt die Schnittstelle zwischen Kunst und Alltag, Wirtschaft und Gesellschaft? Wie verändert sich die Rolle des Künstlers, wenn Kunst dort platziert wird, wo man sie am wenigsten erwartet? Die Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin rütteln an verschiedenen Systemen des Alltags und erschaffen neue Wirklichkeiten mit den Waffen der Kunst. Mit ihrer Reflexions-Tournee gewähren sie Einblicke in ihre Arbeit, berichten über ihre Erfahrungen und präsentieren ihr Selbstverständnis als Künstler, u.a. mit den Kapiteln The power of art outside the museum und Null Stern – the only star is you. Die Anlässe sind kostenlos und finden an unüblichen Orten statt.

AFS Tour

TEDx Eutropolis vom 4. Februar 2012, Hasselt (B)

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Tourneedaten
04.02   HASSELT (B),   Muziekodroom   (Google Map)   supported by TEDXEUTROPOLIS  
14.04   FLORENZ (I),   Giardino di Boboli  (Google Map)
27.04   ZÜRICH (CH),   Prime Tower, Hotel Rivington & Sons  (Google Map)   supported by CREATIVEMORNINGS  
13.05   ZÜRICH (CH),  Hardauer Hochhäuser  (Google Map)   supported by KERNREAKTOR  
15.05   BASEL (CH),  Parkhaus City   (Google Map)
20.05   WIEN (AT),  Museumsquartier   (Google Map)
23.05   MAASTRICHT (NL),  Week of Entrepreneurship   (Google Map)
31.05   ST. GALLEN (CH),  Taubenloch   (Google Map)   supported by NEXTEX  
01.06   BERLIN (D),  Malzfabrik   (Google Map)   supported by KOMPETENZZENTRUM KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT DES BUNDES  
02.06   BERLIN (D),  Denkerei Bazon Brock   (Google Map)   supported by BLOCH-KONFERENZ  
05.06   ST. GALLEN (CH),  Freudenberg   (Google Map)
08.06   ZÜRICH (CH),  Hunziker-Areal   (Google Map)   supported by MEHRALSKUNST  
14.06   LUZERN (CH),  Europaplatz   (Google Map)    C A N C E L L E D
24.08   DEPPENDORF (D),  Feuerwehrgerätehaus   (Google Map)   supported by DR. RECKHAUS  
17.10   LOS ANGELES (USA),  Hollywood Hills   (Google Map)   in cooperation with KERNREAKTOR  


 

Melser Denkpause, Kultursommer Mels, 2010
Aktion
"Melser Denkpause" so der Titel der neusten Arbeit der Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin. Sie "provoziert eine Gemeinde mit einer Weltneuheit" (Tagesanzeiger, 18.3.2010) und beinhaltet die tägliche Abschaltung des gesamten Stromnetzes in der Gemeinde Mels für eine bestimmte Dauer. Die Idee einer solchen vollständigen Unterbrechung ist der Versuch, Kunst und Leben zu einem kunstübergreifenden Erlebnisraum zu verdichten, indem die gesamte Bevölkerung Teil des Kunstwerkes wird. Das Thema "Denkpause" der Ausstellungsmacher des Kultursommers in Mels wird dabei wörtlich genommen und auf radikale Weise umgesetzt.
Die Gemeinde Mels im Sarganserland wird weltweit zum ersten Imageträger einer pionierträchtigen Intervention. Eine grundsätzlich absurd erscheinende Praxis des absichtlichen Stromausfalles etabliert sich zu einer bis anhin unvergleichlichen Alltagskultur und läutet eine neuartige Dimension im System des Alltags ein.
Allein die Veröffentlichung dieses Konzepts löste eine heftige Kontroverse aus und hat die Bevölkerung der Gemeinde Mels in Aufregung versetzt.
"Die Reaktionen auf das Projekt "Denkpause" reichen von Zustimmung bis zu erbitterter Ablehnung und blankem Entsetzen." (St.Galler Tagblatt, 20.3.2010).

Sehen Sie den TV-Beitrag Null Sterne und andere Streiche auf Kulturplatz (8 Minuten) vom 10.3.2010, Schweizer Fernsehen SF
Lesen Sie den Artikel Atelier für Sonderaufgaben – eine Stadt ohne Strom im ART- Kunstmagazin, 26.3.2010, Text: Gerhard Mack

Melser Denkpause

SRF, Kulturplatz vom 10.3.2010, Null Sterne und andere Streiche

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Null Stern Hotel, Sevelen, 2008
Aktion / Installation
Das erste "Null Stern Hotel" der Welt wurde unter dem Namen "Zero Star Hotel" über Nacht weltberühmt. Die Installation bietet ein innovatives Nischenprodukt in mehrheitlich leerstehenden Luftschutzanlagen der Schweiz und befindet sich an der Schnittstelle zwischen Kunst, Kommerzialisierung und Swissness. Das Konzept formuliert die Antithese zum Grössen- und Luxuswahn der heutigen Zeit und kokettiert mit dem Sternesystem der Hotellerie.
Sehen Sie die Filme "Null Stern Hotel – der erste Testbetrieb" (16 Minuten) und "Null Stern Hotel – der zweite Testbetrieb" (5 Minuten), den Fernsehbericht auf CNN International (7 Minuten) oder "Back to basics" in Business Traveller auf CNN International mit Kult-Moderator Richard Quest (3 Minuten).

Sehen Sie den offiziellen Trailer " Null Stern – the only star is you" (1 Minute), video-artwork, 2009
Weitere Informationen zum Null Stern Hotel finden Sie unter www.null-stern-hotel.ch oder www.zero-star-hotel.com
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1. Null Stern Hotel su RAI (2013)
2. Null Stern Hotel on Shamengo (2012)

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Null Stern – the only star is you (Official Trailer)

Null-Stern-Trailer


 

Route Surprise, 2008
Aktion
Unter dem Titel "Route Surprise" initiierte das Atelier für Sonderaufgaben im Auftrag der Regierungspräsidentin Kathrin Hilber acht spontane Überraschungsfahrten in die Regionen des Kantons St.Gallen. Mittels "Telefon-Stichomantie" wurde eine zufällige und wild zusammengewürfelte Gästeschar zu einer Fahrt ins Blaue eingeladen. Ziel der Aktion war, eine bis anhin noch nie dagewesene Durchmischung zwischen Stadt- und Landbewohnern auszulösen und so einen aussergewöhnlichen Austausch zu lancieren.

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Aktion 29.2., Schaffhausen, 2008
Aktion
Der direkte Zugang von der Stadt an das Rheinufer ist für die Schaffhauser Bevölkerung seit 40 Jahren durch die verkehrsreiche Rheinuferstrasse stark beeinträchtigt. Durch einen Normbruch brachte man den Feierabend-Verkehr temporär zum Stillstand: Mittels vier weisser Lieferwagen wurde für die Bevölkerung eine quer zur Strasse liegende Passage erstellt. Was in der Realpolitik der Pragmatismus bestimmt, bestimmt in der Kunst die Freiheit. Sehen Sie den Handyfilm der Aktion 29.2. auf youtube (4 Minuten).

Rheinufer Passage

Ambulante Architektur – Das Problem wird zur Ressource, Handyfilm vom 29. Februar 2008

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Coco & Chiaro, St. Gallen, 2007
Aktion / Installation
Was auf den ersten Blick wie ein Gag anmutet, hat einen vielschichtigen Hintergrund. Die Papagei-Aktion am Tag der offenen Tür zur Einweihung des St. Galler Rathauses geschah ohne Ansage und konfrontierte die Besucherinnen und Besucher der Chef-Etage mit einem unvermittelten Einblick in einen (speziell hergerichteten) Sitzungsraum. Papageien waren in der Antike die einzigen Haustiere in Herrscher-Häusern. Ihre Fähigkeit, menschliche Laute nachzubilden, stellte eine grobe Analogie zum Geschwätz in Amtsstuben her. Diese kulturgeschichtliche Bedeutung war Ansatzpunkt der Aktion.

Papagei


 

Stadttelefon, Chur / Friedrichshafen / Rotmonten, seit 2007
Aktion im öffentlichen Raum
Das Stadttelefon wird im öffentlichen Raum installiert und ist von jedem Anwohner, Passant oder Tourist nutzbar. Die Bevölkerung wird durch einen Brief des Stadtpräsidenten aufgefordert, die betreffende Nummer (Business number) anzurufen und gegebenenfalls den Hörer abzunehmen, falls es klingelt. Der Gewinn, der durch die Verbindungskosten erzielt wird, kommt einer sozialen Einrichtung zugute. Das Objekt "Telefon" initiiert eine spielerische Verschiebung des individuellen Telefonaktes in den öffentlichen Raum, weicht soziale Verkrustungen auf und provoziert unübliche Vernetzungen. Sehen Sie den Film Quartiertelefon von video-artwork (27 Minuten).

Stadttelefon

Quartiertelefon – Verbindung durch Zufall, Reportage, 2008

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Hans Holleins Passage, Mönchengladbach, 2007
Aktion im öffentlichen Raum
"Hans Holleins Passage" ist eine Aktion, welche die bis heute fehlende urbane Anbindung des Abteiberg Museums Mönchengladbach thematisiert. In den Plänen des Architekten Hans Hollein aus dem Jahre 1983 wäre eine Passage zwischen Museum und Innenstadt vorgesehen gewesen. Doch da die Stadt keine Chance sah, die im Wege stehenden Häuser aufzukaufen und abzureissen, blieb es bei den Plänen. In Kooperation mit der Anwohnerschaft entstanden drei Varianten der Häuserdurchquerung, welche die "vergessene" Passage mit einfachsten Mitteln umsetzen liess.

Hollein Passage


 

Raumkultur, 2007
Intervention
Im Auftrag der Regierungspräsidentin Kathrin Hilber begab sich das Atelier für Sonderaufgaben auf den Weg, in den sieben Departementen des Kantons St.Gallen – die Staatskanzlei miteingeschlossen – bestehende Sitzungsräume auf spielerische Art und Weise zu untersuchen. Dabei entstanden acht Interventionen in –oder ausserhalb der Verwaltungsgebäude. Ein Experiment zwischen Kunst und Verwaltung. Sehen Sie die Reportage Raumkultur von video-artwork (27 Minuten).

Raumkultur

Raumkultur – Aufbruch zur neuen Sitzungskultur, Reportage, 2007

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Die Kunst, das Leben und der Tod, 2006
Filmischer Essay, DV-Pal, 37min. (im Auftrag des Schweizerischen Kunstvereins)
Vier ältere Mitglieder von verschiedenen Kunstvereinen, aus verschiedenen Sprachregionen, mit verschiedenen Leidenschaften: Urs Widmer aus Winterthur, Tarcisio Trenta aus Lugano, Jacques Guidon aus Zernez, Nelly Schneeberger aus Moutier. Die Autoren dringen in deren Wohnungen ein, stöbern nach Indizien und steigen in die Keller, wo sie mit den Protagonisten über die Kunst, das Leben und den Tod sinnieren. Je länger der Film dauert, desto mehr wachsen die 4 Personen zu einer Schicksalsgemeinschaft und die vier weit auseinander liegenden Wohnungen zu einem labyrinthischen Komplex zusammen. Sehen Sie den Trailer zum Dokumentarfilm auf youtube (2 Minuten)

Die Kunst, das Leben und der Tod

Die Kunst, das Leben und der Tod (Official Trailer)

KunstLebenTod


 

Das kleinste Gipfeltreffen der Welt, Kamor, 2004
Aktion / Videoprojekt
Das kleinste Gipfeltreffen der Welt ist eine Aktion, welche die Dorfpräsidenten der sechs kleinsten politischen Einheiten der Schweiz und deren Nachbarstaaten zum ersten Mal zusammenführte. Hinter dem Rücken der regierenden Staatsmänner der jeweiligen Länder zelebrieren die Dorfpräsidenten am Rande der Alpen auf lustvolle, poetische Weise zum G8 eine Art Gegenerfindung: K6 auf dem Kamor. Im Kontrast zu gängigen Staatstreffen stehen nicht die Grossen mit einem vorbestimmten politischen Inhalt im Zentrum, sondern für einmal die Kleinen und die spontane, zwischenmenschliche Komponente einer unüblichen Gemeinschaft. Siehe TV-Bericht in 10vor10 vom 21.9.2004

Gipfeltreffen

SRF, Nachrichtensendung, 10vor10 vom 21.9.2004

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info@sonderaufgaben.ch
www.null-stern-hotel.ch
www.zero-star-hotel.com